Deutsch

Amtssprache Deutsch in 10 EU-Staaten

Amtssprache Deutsch in der EU – Alphabetik

Die Amtssprache in Deutschland ist Deutsch. In anderen Staaten verhält es sich genauso. Deutsch ist in zehn europäischen Ländern Amtssprache: Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Slowakei und Vatikanstadt.

Einheitliche Kommunikation durch Amtssprache

Regierungen, Parlamente, Gerichte und Behörden eines Staates verständigen sich in ihrer Amtssprache. Sie tun dies untereinander und mit den Bürgern. Staaten mit mehreren Landessprachen (Nationalsprachen) legen meist eine als Amtssprache fest. Ausnahmen bestätigen die Regel. So existieren in der Schweiz vier Amtssprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch).

Die Vorteile einheitlicher Amtssprachen liegen auf der Hand. Die Standardisierung führt wie so oft zu weniger Schulungs- und Lernbedarf , Kostenreduzierung, schnelleren Abläufen, Sicherheit und Verständlichkeit für die breite Masse.

Besondere deutsche Amtssprachenregelungen

Deutsch dient in der italienischen Provinz Südtirol als zweite Amtssprache. Achtung: Im Rest Italiens ist es ausschließlich Italienisch. Nachvollziehbar wird das mit Blick auf die Geschichte Südtirols. Das überwiegend deutschsprachige Gebiet war jahrhundertelang Teil verschiedener Reiche und Staaten. Nach Ende des 2. Weltkriegs verblieb es unter italienischer Herrschaft. 1972 legten Österreich und Italien die Autonomie der Region fest. Die Selbstverwaltung Südtirols ermöglichte die Einführung des Deutschen als zweite Amtssprache. Heute liegt der Anteil der deutschsprachigen Südtiroler bei ungefähr 70 Prozent.

Deutsch ist auch in der Slowakei zweite Amtssprache. Dies allerdings nur in Gemeinden mit mehr als 20 Prozent deutschem Bevölkerungsanteil (Minderheit). Laut Wikipedia ist das in Chmel’nica und Krahule der Fall.

Deutsch als Amtssprache in Vatikanstadt? Aber sicher! Die Schweizergarde liefert den Grund. Die Gardisten sprechen unter anderem Deutsch.

Ebenso spannend ist die Lage in Dänemark. Dort lebt eine deutsche Minderheit – die so genannten Nordschleswiger. Die ungefähr 15.000 Personen starke Gruppe genießt Sonderrechte. Dazu zählt der Schutz der Sprache Deutsch durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen.

Die mehrsprachige Schweiz geht ihren eigenen Weg. In 21 Kantonen ist Deutsch als Amtssprache verankert. 5 Kantone tanzen aus der Reihe. So setzt das Tessin auf Italienisch, Genf, Jura, Neuenburg und Waadt auf Französisch.

Insgesamt dürften aktuell 110 bis 115 Millionen Europäer Deutsch als Amtssprache nutzen. Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen der genannten Länder (ohne Vatikan):

Deutsch als Amtssprache in der Europäischen Union

Deutsch wurde 1958 als eine der Amtssprachen der Westeuropäischen Union (WEU) festgelegt. Heute besteht die Europäische Union (EU) aus 27 Mitgliedsstaaten. Als Amtssprachen werden 23 geführt – darunter auch Deutsch.

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